Meine Sicht von Kampfkunst

Ich verstehe Kampfkunst auf der Grundlage der Körper-Geist-Einheit.

Die Kampfkunst entfaltet sich in drei Dimensionen:

  1. Kampfkunst im "engeren Sinn"

  2. Kampfkunst im "weiteren Sinn "

  3. Kampfkunst im "umfassenden Sinn "

Zur Kampfkunst im engeren Sinn gehört für mich das Erlernen von ...
  • Techniken (Hand- und Fußtechniken)
  • und Formen (Katas) des Stils (hier Isshinryu- Karate)
  • und die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und Stärken (Balancegefühl, Flexibilität, Ganzkörperbewegung, Energiefluss, Kraft, Vitalität etc.)
Kampfkunst im weiteren Sinn zielt auf das ...
  • Begreifen der eigenen Reaktions- und Beziehungsmuster,.
    Hier spielen die Partnerübungen, das gemeinsame Training und die Beziehung zum/zur Lehrer/in und den Mitschüler/innen eine entscheidende Rolle.
Die Kampfkunst im umfassenden Sinn ...
  • bezieht sich auf die gesamte Lebensgestaltung.
  • Meister Eckhart sagt dazu: "Ein Lebensmeister gilt mehr denn tausend Lehrmeister". Natürlich sind diese Dimensionen der Kampfkunst miteinander verwoben und Kampfkunst im engeren, weiteren und umfassenden Sinn zu praktizieren ist ein wechselseitiger Prozess.

Was nützt es mir konkret, wenn ich Kampfkunst praktiziere ?

Die Auswertung der Befragung von 40 Kampfkünstlern ergab folgende Ergebnisse:

1
Das Körpergefühl
 

Alle Befragten gaben an, dass Sie sich insgesamt durch das Ausüben ihrer Kampfkunst körperlich besser fühlten.
Dies wurde festgemacht an Einschätzungen wie: ausgeglichener, entspannter, geschickter, achtsamer den eigenen Körperbedingungen gegenüber, bessere Haltung, gesünder bzw. weniger anfällig für Krankheiten usw. Dabei spielte es keine Rolle, welches Alter der/die befragte Kampfkünstler/in hatte.

2
Leistungsvermögen
 

 

Gleichfalls einig waren sich die Befragten, dass ihre Kampfkunst ihnen dazu verhalf, selbstsicherer, konzentrierter, belastbarer, ausdauernder, aufgeschlossener und disziplinierter zu werden. Der bessere Umgang mit Stress wurde als positive Entwicklung von allen angeführt.


3
Beziehungen
  Die bessere Beziehungsgestaltung (insbes. langfristig gesehen) wurde von den Befragten mit den gemachten Erfahrungen in der Kampfkunst verbunden. Dabei sprachen sie von Qualitäten wie:
 
  • vertrauensvoller,
  • feinfühliger,
  • zufriedener,
  • flexibler
  • und toleranter.
Zur positiven Entwicklung in den Beziehungen gehörte für die Befragten aber auch Fähigkeiten wie;
  • Durchsetzungsvermögen,
  • Konflikt- und Konfrontationsbereitschaft,
  • nein sagen können
  • und klarer zu den eigenen Bedürfnissen zu sein
4
Dasein / Zukunft
 
In ihrer Selbsteinschätzung stimmten die Befragten überein, dass sie eine positivere Lebenseinstellung gewonnen hätten. Formulierungen wie: optimistischer, Sinnfindung, hoffnungsvoller, Beitrag für die Zukunft leisten können und gute Ausstrahlung sind bezeichnend für diesen Bereich.

 

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