| Kampfkunst | Kampfsport | |
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Es sind keine allgemeingültigen Definitionen von Kampfkunst und Kampfsport
zu finden, jedoch gewisse Gegensätzlichkeiten die hier aufgezeigt werden
Die Unterscheidung in diesen zwei unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen des
Budo ist für Klarheit und Verständlichkeit unabdingbar.
Weitere zentrale Kriterien einer Unterscheidung zwischen Kampfkunst und Kampfsport
sind folgende drei Aspekte:
1. Die Lehrer/Schüler-Beziehung |
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| In der Kampfkunst ist der Lehrer ein Wegbegleiter. Der Lehrer des Weges oder der Meister -japanisch Sensei- hat in den asiatischen Kulturen eine andere Bedeutung als in Europa. | |||
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Dort ist er nicht nur derjenige, der einem Schüler Wissen oder Können
vermittelt, sondern derjenige, der den Weg (Do) zeigt. |
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| Im Kampfsport sind es Trainer, die auf die Technik konzentriert, ihr Wissen vermitteln. | |||
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2. Der Übungsraum |
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| In der Kampfkunst gibt es ein Dojo (Do = Weg, Jo = Ort), ein Ort der Selbstfindung, eine Stätte der Meditation und Konzentration. |
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Schon an diesem Ort zu sein, hat einen Einfluss auf die Achtsamkeit der Wegschüler. |
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| Im Trainingsraum eines Kampfsport Vereins ist diese kontemplative Atmosphäre nicht zu finden. | |||
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3. Verhaltensregeln und Werte |
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| In den Kampfkünsten gilt die Dojokun, eine praktische Anleitung zum Üben der rechten Haltung. | |||
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Hier wird die Einheit geschaffen zwischen der Philosophie des Weges und der formalen Technik, um zu gewährleisten, dass die Erkenntnisse über "den Weg" in die Lebenshaltung umgesetzt werden |
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| Dem Kampfsportler dienen bestenfalls die Wettkampfregeln als Richtschnur für sein Verhalten. | |||
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"Kampfkunst beschränkt sich nicht wie Kampfsport auf das Vorbereiten
auf Wettkämpfe und das Training in der Halle, sondern bezieht sich auf das gesamte
Leben."
Die traditionellen asiatischen Kampfkünste stellen den Menschen und seine innere
Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Techniken sind sekundär.
"In der Kampfkunst besteht Effektivität nur zu zehn Prozent aus Technik,
zu neunzig Prozent aber aus dem "Eins-sein" mit sich selbst, indem
man sich nicht selbst im Weg ist" (Walter,
in: Connection spezial 5/1992).