Die Entstehung des Isshinryu

Die Wurzeln des Isshin-ryu -Karate reichen zurück bis zum Stil der "äußeren Schule" Wai-chia und der "inneren Schule" Nei-chia.

Die äußere (harte) Schule Wai-chia wird dem ursprünglichen Stil des Shaolin zugerechnet. Davon beeinflusst wurden vor allem die okinawanischen Stile des Shorin-ryu.

Der inneren (weiche) Schule Nai-chia wird eine enge Verknüpfung mit dem Taoismus nachgesagt. Ihr vorrangiges Ziel ist die Entwicklung des Ch'i (Ki), einer Art Lebensenergie, die aus der Harmonie zwischen Körper und Geist resultiert. Die okinawanischen Schulen des Shorei-ryu wurden von dem inneren System Nai-chia stark beeinflußt. Eine sich daraus entwickelnde Stilart war der Goju-ryu.

Tatsuo Shimabuku studierte 34 Jahre Shorin-ryu und Goju-ryu, um im Jahre 1954 beide Stiltechniken in einem neuen Stil zu vereinen, indem er die Vorteile beider Richtungen übernahm und verfeinerte.

Diesen neuen Stil erweiterte er mit seinen Kobudo-Kenntnissen (traditionelle Waffentechniken, wie Bo, Sai, Tonfa, Nunchaku, etc) zu einem ausgereiften Kampfkunstsystem.

Damit war das Isshin-ryu Karate geboren.