Die vorangegangenen Prüfungsanforderungen sind eine Aneinanderreihung von
körperlich zu erbringenden Leistungen. Dabei sollte nicht vergessen werden,
dass die geistige Haltung, in der der Einzelne sein Können vorträgt, in
den höheren Rängen von immer größerer Bedeutung wird.
Mit jeder Prüfung der technischen/körperlichen Fähigkeiten, soll auch
eine theoretische bzw. geistige Auseinandersetzung verbunden sein. Diese
ist in schriftlicher Form niederzulegen. Um dies zu erleichtern, werden
vor jeder Prüfung an den Schüler Fragen ausgegeben, die eine gewisse Führung
geben können, aber nicht müssen.
Die jeweilige Prüfung wird nicht für den Sensei abgelegt, damit dieser
sich über die Leistungen seiner Schüler vergewissern kann. Wer zur Prüfung
zugelassen wird, der hat bereits im kontinuierlichen Training seine Leistungen
unter Beweis gestellt. Die Prüfung ist also für den Schüler. Er/Sie kann
sich vergewissern, dass die eigenen Fähigkeiten auch unter schwierigen Umständen
in die Tat umsetzbar sind. Die Haltung, in welcher der/die Schüler/in seine/
ihre Prüfung vor dem Sensei ablegt, spiegelt die geistige Haltung wider,
die der/die Schüler/in zu sich selbst hat.
Diese Prüfungsanforderungen sind nichts Absolutes, sondern etwas Relatives.
Jede Prüfung wird also anders sein, so wie jeder/jede Schüler/in
anders ist als der/die Andere. Zudem können diese Prüfungsanforderungen
im Laufe der Entwicklung des DOJOs verändert werden.
Der Zeitraum zwischen den verschiedenen Gürtelprüfungen ist nicht festgelegt.
Er ist abhängig von dem Trainingseifer, der Kontinuität des Trainings, Begabung,
zusätzlichen Übungen außerhalb des Trainings und andere Faktoren. Der Zeitraum
wird mit den höheren Rängen sicherlich immer größer werden. Dies hat verschiedene
Gründe. Zum einen spielt die Erfahrung eine große Rolle, die nur über die
Dauer der Zeit gewonnen und umgesetzt werden kann. Zum anderen wird der
geistige Aspekt mit den höheren Rängen von immer größerer Bedeutung. Diese
innere Weiterentwicklung von geistigen Fähigkeiten bedarf gewiss mehr Zeit,
als die Weiterentwicklung rein körperlicher Techniken.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Gürtelprüfungen anzuberaumen. Es kann
ein genereller Prüfungstermin festgelegt werden, zu dem sich dann alle Schüler
anmelden, die den nächst höheren Gürtel erwerben wollen. Jeder/e einzelne
Schüler/in hat zudem die Möglichkeit und das Recht den Sensei zu bitten,
die Gürtelprüfung abzunehmen, wenn er selbst der Überzeugung ist, für diese
Prüfung bereit zu sein. Ansonsten ist der Regelfall, dass der Sensei für
all die Schüler und Schülerinnen einen Prüfungstermin festsetzt, von denen
er glaubt, dass sie in ihren inneren wie äußeren Fähigkeiten den nächst
höheren Rang bereits erreicht haben. Mit dieser Zuversicht kann dann auch
der/die Schüler/in in die Prüfung gehen.
Der Erwerb eines höheren Gürtels/Ranges ist nicht nur Berechtigung, sondern
vielmehr auch eine Verpflichtung. Gemäß des erworbenen Ranges sollte sich
der/die Schüler/in während des Trainings, als auch außerhalb, entsprechend zu verhalten
bemühen. Der Rang den jede/r Schüler/in einnimmt, sollte nicht nur an der
Farbe des Gürtels abzulesen sein, sondern vielmehr durch das Können, das
Verhalten und die Fähigkeiten des Schülers widergespiegelt werden. Hier
ist insbesondere das DOJO-Kun eine wertvolle Anregung und Orientierung.
| 1. Gelb - Gurt | = | 30,-- € |
| 2. Orange - Gurt | = | 30,-- € |
| 3. Blau - Gurt | = | 30,-- € |
| 4. Grün - Gurt | = | 40,-- € |
| 5. Braun - Gurt | = | 60,-- € |