Allgemeine Erläuterungen zu den Prüfungen:

  1. Haltung

    Die vorangegangenen Prüfungsanforderungen sind eine Aneinanderreihung von körperlich zu erbringenden Leistungen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die geistige Haltung, in der der Einzelne sein Können vorträgt, in den höheren Rängen von immer größerer Bedeutung wird.

  2. Schriftliche Auseinandersetzung

    Mit jeder Prüfung der technischen/körperlichen Fähigkeiten, soll auch eine theoretische bzw. geistige Auseinandersetzung verbunden sein. Diese ist in schriftlicher Form niederzulegen. Um dies zu erleichtern, werden vor jeder Prüfung an den Schüler Fragen ausgegeben, die eine gewisse Führung geben können, aber nicht müssen.

  3. Prüfungsintention

    Die jeweilige Prüfung wird nicht für den Sensei abgelegt, damit dieser sich über die Leistungen seiner Schüler vergewissern kann. Wer zur Prüfung zugelassen wird, der hat bereits im kontinuierlichen Training seine Leistungen unter Beweis gestellt. Die Prüfung ist also für den Schüler. Er/Sie kann sich vergewissern, dass die eigenen Fähigkeiten auch unter schwierigen Umständen in die Tat umsetzbar sind. Die Haltung, in welcher der/die Schüler/in seine/ ihre Prüfung vor dem Sensei ablegt, spiegelt die geistige Haltung wider, die der/die Schüler/in zu sich selbst hat.

  4. Relativität der Anforderungen

    Diese Prüfungsanforderungen sind nichts Absolutes, sondern etwas Relatives. Jede Prüfung wird also anders sein, so wie jeder/jede Schüler/in anders ist als der/die Andere. Zudem können diese Prüfungsanforderungen im Laufe der Entwicklung des DOJOs verändert werden.

  5. Prüfungsabstände

    Der Zeitraum zwischen den verschiedenen Gürtelprüfungen ist nicht festgelegt. Er ist abhängig von dem Trainingseifer, der Kontinuität des Trainings, Begabung, zusätzlichen Übungen außerhalb des Trainings und andere Faktoren. Der Zeitraum wird mit den höheren Rängen sicherlich immer größer werden. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen spielt die Erfahrung eine große Rolle, die nur über die Dauer der Zeit gewonnen und umgesetzt werden kann. Zum anderen wird der geistige Aspekt mit den höheren Rängen von immer größerer Bedeutung. Diese innere Weiterentwicklung von geistigen Fähigkeiten bedarf gewiss mehr Zeit, als die Weiterentwicklung rein körperlicher Techniken.

  6. Prüfungszeitpunkt

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten Gürtelprüfungen anzuberaumen. Es kann ein genereller Prüfungstermin festgelegt werden, zu dem sich dann alle Schüler anmelden, die den nächst höheren Gürtel erwerben wollen. Jeder/e einzelne Schüler/in hat zudem die Möglichkeit und das Recht den Sensei zu bitten, die Gürtelprüfung abzunehmen, wenn er selbst der Überzeugung ist, für diese Prüfung bereit zu sein. Ansonsten ist der Regelfall, dass der Sensei für all die Schüler und Schülerinnen einen Prüfungstermin festsetzt, von denen er glaubt, dass sie in ihren inneren wie äußeren Fähigkeiten den nächst höheren Rang bereits erreicht haben. Mit dieser Zuversicht kann dann auch der/die Schüler/in in die Prüfung gehen.

  7. Perspektiven der Prüfung

    Der Erwerb eines höheren Gürtels/Ranges ist nicht nur Berechtigung, sondern vielmehr auch eine Verpflichtung. Gemäß des erworbenen Ranges sollte sich der/die Schüler/in während des Trainings, als auch außerhalb, entsprechend zu verhalten bemühen. Der Rang den jede/r Schüler/in einnimmt, sollte nicht nur an der Farbe des Gürtels abzulesen sein, sondern vielmehr durch das Können, das Verhalten und die Fähigkeiten des Schülers widergespiegelt werden. Hier ist insbesondere das DOJO-Kun eine wertvolle Anregung und Orientierung.

  8. Prüfungsgebühren

    1. Gelb - Gurt = 30,-- €
    2. Orange - Gurt = 30,-- €
    3. Blau - Gurt = 30,-- €
    4. Grün - Gurt = 40,-- €
    5. Braun - Gurt = 60,-- €